Game-Fans greifen selbst in die Tasche: Crowdfunding

Der Spiele-Hit „Star Citizen“ hat es vorgemacht: Das Mammutprojekt wurde mit 100 Millionen Dollar umgesetzt und avancierte zum absoluten Überflieger. Der Clou hierbei war, dass es nicht die großen Firmen, sondern die potenziellen Spieler waren, die hier investierten. Mit Crowdfundig wurde es erst möglich. Auch deutsche Projekte für Multiplayer Spiele sollen auf diese Art in den nächsten Monaten realisiert werden.

Das kleine und noch recht neue Unternehmen Mooneye Studio, mit Sitz in Hamburg, bediente sich auch dem Crowdfunding, um seine Idee umzusetzen. Mit der Idee eines Action Abenteuers im verwunschenen Paradies gingen die Macher auf der Plattform Kickstarter online und sammelten über 300.000 Euro. Mehr als 7.700 User wollten mit ihrem Geld ein Teil der virtuellen Welt sein.

Das Projekt lautet „Lost Ember“ und bildet eine Welt der Gegensätze ab: ein längst vergangenes Paradies, was durch eine Apokalypse dem Untergang geweiht war. Nur eine Person hat überlebt und in genau die schlüpfen die Spieler. Sie bewegen sich in einer 3-D animierten Welt zwischen Tiere, abgestorbenen Bäumen und Ruinen. Nächstes Jahr soll das Abenteuer seine Release-Reife erlangen und dann wird sich zeigen, wie gut die Investitionen waren.

Über 100 Millionen für Start-Ups

Mithilfe des virtuellen Klingelbeutels können die Projektinhaber nicht nur Geld sammeln, sondern die Geldgeber können auch einen echten monetären Mehrwert dadurch erreichen. Diesen gibt es allerdings nur, wenn das Projekt auch Profit abwirft. Als einer der Urväter für das Crowdfunding gilt Tim Schafer. Er nutze 2012 die Netzgemeinde für seine Sammelaktion und realisierte damit sein Abenteuerspiel „Broken Age“. Damals kamen dafür beachtliche Beträge zusammen. Deutlich mehr waren es bei „Star Citizen“.
 


 

Hier wurden innerhalb von vier Jahren über 116 Millionen Dollar als Investitionsmittel über Crowdfunding generiert. Das Game sollte bereits seit einiger Zeit auf dem Markt sein, aber es lässt weiter auf sich warten. Wann genau die Spieler die unendlichen Weiten der entfernten Galaxien erkunden können, ist bisweilen noch nicht bekannt.

Attention: Aufmerksamkeit ist alles

Wie gut oder wie schlecht ein Spiel bei den Fans ankommt, hängt nicht nur von der Aufmachung ab. Nein, es braucht auch eine gehörige Portion Publicity. Werden die Games groß angekündigt und die Game-Fans mit einer spannungsgeladenen Wartezeit „hingehalten“ hat das meist einen positiven Effekt auf das Spiel. „Broke Age“ und „Lost Ember“ sind die besten Beispiele dafür. Doch der Konkurrenzkampf beim Geldeintreiben, vor allem für Spieleprojekte, ist groß. Das geplante deutsche Projekt „Thousand Miles Out“ konnte bisher nur magere 17.000 Euro statt der geplanten 300.000 Euro Unterstützung einsammeln. Wie wichtig gute Publicity ist, zeigt das Spiel Book of Ra. Hier war kein Growdfunding nötig und dennoch wurde das einfache Slot-Game zum Hit. Noch immer gehört es zu den populärsten Games in den Casinos. Warum? Die Spieler lieben die tollen Grafiken, die Geschichte im Hintergrund und vor allem die lukrativen Gewinnmöglichkeiten.

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